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Interview

„Intelligente Sicherung der Wasserqualität“

Von Hach · 2017

Peter Bringsken, Senior Manager Application Development Europe

Hach® ist weltweit führend in Reagenzien, Geräten und Lösungen für die Wasseranalytik. Peter Bringsken, Senior Manager Application Development Europe, und sein Team arbeiten partnerschaftlich mit verschiedenen europäischen Kunden, um innovative Anwendungen für die Wasserwirtschaft zu entwickeln.

Mit welchen Themen befassen Sie sich derzeit?

Ein Teil der Anfragen, die wir erhalten, bezieht sich auf niedrigere Nachweisgrenzen und die Erkennung neuer Parameter, die unter anderem von der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie vorgegeben werden. Ein anderer Teil fokussiert sich auf die Fragen: Was tun mit all den Informationen, die sich im Laufe eines Tages anhäufen? Kann ich mich auf die Daten verlassen? Wie wirken sich diese auf meinen Prozess aus? Und muss ich eingreifen?

Was sind die Herausforderungen für Ihre Kunden und für die Branche?

Die Sicherung der Wasserqualität hat nach wie vor die oberste Priorität, ist aber nicht mehr das einzige Ziel in Wasserwerken und Kläranlagen. Ressourceneffizienz durch den Einsatz von weniger Energie, Betriebsstoffen und verbessertem Asset Management hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einem weiteren Schwerpunkt entwickelt.

Neue Herausforderungen betreffen Faktoren, die die Abläufe einer Anlage mit den Bedienern vernetzen. Wir sehen nicht nur die Tendenz, mehr Aufgaben in derselben oder in kürzerer Zeit zu erledigen. Auch die Bandbreite der täglich anfallenden Aufgaben wird größer. Die Bewältigung dieser vielfältigen Aufgaben gelingt nur, wenn sich Anlagenbetreiber und technische Fachkräfte auf wichtige Dinge fokussieren und im Entscheidungsprozess auf Fachwissen zurückgreifen.

Die deutsche Wasserwirtschaft möchte ihr Geschäft auf andere Regionen ausweiten. Technologie und Fachwissen werden sehr geschätzt, aber wir betreten Regionen mit unterschiedlichen Anforderungen hinsichtlich Budget, operativem Know-how und klimatischen Bedingungen.

Wie motivieren Sie sich, das Thema anzugehen?

Alle beschriebenen Kundenziele sind eng mit unserem Auftrag als Unternehmen verknüpft: der Sicherung der Wasserqualität für Menschen auf der ganzen Welt. Unsere Vision ist es, Wasseranalytik besser – also schneller, einfacher, umweltfreundlicher und aussagekräftiger zu machen. Das erreichen wir nur durch unübertroffene Kundenpartnerschaft, erfahrene Experten und zuverlässige, einfach zu bedienende Produkte.

Smarte Lösungen für die Wasserwirtschaft

Was bietet Ihr Unternehmen der Wasserwirtschaft?

Unsere Firma basiert auf zwei Pionieren in der Wasseranalytik: Dr. Bruno Lange wurde 1933 in Berlin gegründet, Hach 1947 in Ames, USA. Im Laufe der Jahre haben wir Tests für mobile Messgeräte, Online- und Laborgeräte entwickelt, die für über 100 verschiedene Wasserparameter eingesetzt werden können. Inzwischen bieten wir durch Prozessoptimierung, Daten- und Sensormanagement einen Mehrwert für die Wasserwirtschaft.

Welche Impulse können Sie geben?

Es ist offensichtlich, dass der Zeitpunkt der Datenerfassung gleichzeitig Ausgangspunkt aller späteren Entscheidungen ist. Unser Konzept besteht aus verschiedenen Software-Lösungen. Eine Software sammelt, visualisiert und meldet Daten, die von unseren Sensoren geliefert werden.

Vorausschauende Gerätemanagement-Module wie Prognosys und Mobile Sensor Management filtern und priorisieren die eingehenden Informationen und liefern Empfehlungen und praktisch umsetzbare Erkenntnisse, so dass der Anwender analytische Geräte ohne die Hilfe von Spezialisten nutzen kann.

Wir kombinieren auch analytische Geräte mit Prozessmanagement-Modulen wie unsere Echtzeit-Steuerungslösung RTC. Die Module sind in bestehende Anlagen einfach zu implementieren und nehmen die Hürde, die bei einer kompletten Neuanschaffung für zahlreiche Anwender in der Wasserwirtschaft sonst zu überwinden wäre.

Wie verändert die Digitalisierung das Unternehmen und die Industrie?

Wasser 4.0 wird die gesamte Wasserwirtschaft verändern. Ich nenne einige Beispiele, die es anschaulich machen. Wenn wir für einen Moment nachdenken, was täglich auf einer durchschnittlichen Kläranlage oder in einem Wasserwerk passiert, dann sehen wir, dass ausgebildete Fachkräfte Daten sammeln, Geräte überprüfen und warten. Dazu gehen die Mitarbeiter zu den Geräten. In Zukunft wird sich das drehen: Dann kommen die wichtigen Informationen zu den Mitarbeitern. Auf diese Weise sind die Daten schnell und überall für alle Arbeitskräfte verfügbar, auch wenn sie nicht vor Ort sind, sondern zum Beispiel in abgelegenen Anlagenteilen.

Digitalisierung wird aufgrund von geringerer Komplexität und weniger Wartungsaufwand auch die Produktivität verbessern. Die Intelligenz der Sensoren ermöglicht es auch Nicht-Spezialisten, Aufgaben zu erledigen und auf den Prozess zu reagieren. Dadurch ermöglichen wir eine schnellere, sichere, dezentrale Entscheidungskompetenz.

Ein weiterer großer Unterschied ist, dass wir mit dem Konzept von Cloud-basierten Lösungen den Hardware- vom Software-Lebenszyklus trennen. Digitale Sensoren sind nicht neu. Die Ersten haben wir bereits in den 90er Jahren auf den Markt gebracht. Es sind Millionen von nicht durchgängig vernetzten digitalen Sensoren in der Wasserwirtschaft im Einsatz. Bei diesen digitalen Sensoren der ersten Generation ist es für unsere Kunden nahezu unmöglich, alle auf dem neuesten Softwarestand zu halten, weil dies ein zeit- und kostenintensiver Vorgang ist. Mit dem Cloud-basierten Ansatz sind Updates auf Knopfdruck möglich und es kann ein Teil der Intelligenz ausgelagert werden, was die Beschränkung auf den internen Speicher aufhebt und damit wirtschaftlicher ist.

In welche Richtung bewegt sich der Markt?

Die deutsche Wasserwirtschaft muss die Anforderungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie erfüllen. Dies ist nicht nur eine technische Herausforderung. Es ist auch eine Frage der Kosten für den Endverbraucher und der Produktivität der Betriebe. Hinzu kommt, dass auch die Wasserwirtschaft zunehmend mit anderen Branchen um weniger verfügbare Fachkräfte konkurrieren wird.

Dieser Innovationsdruck wird auch dazu beitragen, auf einem globalen Markt wettbewerbsfähig zu sein. Innerhalb von German Water Partnership hören wir oft, dass inländische Unternehmen es schwierig finden, in Niedrigkosten-Regionen wettbewerbsfähig zu sein. Wasser-4.0-Lösungen könnten den Unterschied machen. Hach hat Erfahrung in dieser Technologie und ist weltweit nah am Kunden – mit 24 Tochtergesellschaften allein in Europa.

Weitere Informationen

Hach ist ein weltweit führender Partner, wenn es um Wasseranalytik geht. Ob kommunales Abwasser, Trinkwasser-, Lebensmittel-, Getränke-, chemische Industrie oder im Kraftwerk – für jeden Industriezweig hat Hach maßgeschneiderte Lösungen. Vor allem die Rückmeldungen von Kunden sind Hach wichtig und beeinflussen die Weiterentwicklung der Produkte.

Wasser 4.0 ist ein Trendthema in der Wasserwirtschaft. Hach liefert die Lösungen für digitale Vernetzungen und Ressourceneffizienz.

 

Kontakt

Hach
Willstätterstraße 11
40549 Düsseldorf
Telefon: 0049 - (0)211 - 5288-0
E-Mail: info-de@hach.com
Web: www.de.hach.com