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Fokusinterview

„Algorithmus errechnet Wasserbedarf“

Von Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) · 2017

Foto: Hamburg Wasser

Digitale Technologien machen die Wasserwirtschaft sicherer und effizienter, sagt Michael Beckereit, Vizepräsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU). Davon profitieren Versorger wie Verbraucher.

Stellt die Digitalisierung die Wasserwirtschaft vor Herausforderungen?

Die Digitalisierung hält in unserem Wirtschaftszweig genauso Einzug wie im normalen Leben. Es ist heute normal, immer mehr Daten digital zu erfassen und miteinander zu vernetzen, um daraus neue Informationen zu generieren. Genau das können und wollen auch die Wasserunternehmen nutzen.

Welche Vorteile bringt das?

Wenn wir unsere Daten mit Informationen von außen versehen, können wir schneller und sicherer reagieren und werden effizienter. Ein Beispiel: An heißen Tagen verbrauchen die Menschen mehr Wasser. Wissen wir im Vorfeld, wann es heiß wird, können wir die Wasserspeicher stärker befüllen – und vor allem dann, wenn Energie für die Pumpen günstig ist. Verknüpfen wir die Wetterkarte mit den Füllanlagen der Speicher, müssen wir die Speichermenge nicht von Hand anpassen – ein Algorithmus errechnet selbstständig, wie viel Wasser wann benötigt wird.

Aber dieser Algorithmus muss noch geschrieben werden?

An solchen Anwendungen arbeiten die Wasserversorger gerade. Kleine Unternehmen, die nicht so viel Manpower haben, können von Kooperationen mit großen profitieren. So schaffen wir eine noch sicherere Wasserversorgung und können die Kosten für die Verbraucher reduzieren.

Kontakt

Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU)
Invalidenstraße 91
10115 Berlin
E-Mail: info@vku-online.de
Web: www.vku.de

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