Smart Meter

Leitungslecks adé

Von Thomas Schulze · 2017

Wasser ist weltweit das Lebensmittel Nummer eins. Umso wichtiger ist es, die Verschwendung des kostbaren Gutes zu vermeiden. Allein in Deutschland entsteht im Schnitt alle 30 Sekunden ein Leck in einer Wasserleitung – manchmal bleibt es wochen- oder monatelang unbemerkt. Smarte Wasserzähler schaffen hier Abhilfe.

Ein tropfender Wasserhahn
Smart Meter helfen, Wasserverluste einzudämmen.

Alle 30 Sekunden geht irgendwo in Deutschland eine Wasserleitung kaputt, hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ermittelt. Rund 1,1 Millionen Leitungswasserschäden registrieren die Gebäudeversicherer jedes Jahr. Tausende Liter Wasser gehen hier verloren. Dabei sind es nicht einmal die großen Havarien, die auch die größten Wasserverluste verursachen. Viel gefährlicher sind die vielen kleinen Leckagen, bei denen nur wenige Milliliter pro Stunde auströpfeln. Der Grund: Die herkömmlichen mechanischen Zähler registrieren zwar die auströpfelnde Wassermenge, nicht aber die Zeit, in der das Wasser durchfließt. So werden die Mikrolecks oft erst nach Monaten entdeckt. Und bis dahin ist viel Wasser im Boden versickert – die Rechnung zahlt am Ende der Verbraucher. 

Smart Meter: Zuverlässige Messung auch bei kleinem Durchfluss

Abhilfe schaffen da moderne intelligente Zähler. Sie erfassen nicht nur niedrigere Durchflussmengen. Sie protokollieren auch die Zeit, in der Wasser verbraucht wurde. Für die Wasserversorger heißt das: Tröpfeln permanent kleinste Mengen durch das Rohr, muss es irgendwo ein Leck geben. Mit dieser Information können sie sich gezielt auf die Suche nach der Leckage machen. Die Versorger wissen damit viel genauer, wie der jeweils aktuelle Zustand des Netzes ist: Wo wird gerade wie viel Wasser entnommen? Fallen die aktuellen Verbrauchswerte irgendwo aus dem Rahmen, sodass man auf Störungen schließen kann? Und wenn ja: Wo treten sie auf? Außerdem sind die modernen Geräte  aufgrund des Fehlens beweglicher Teile im Inneren zuverlässiger. Ein weiterer Vorteil digitaler Wasserzähler ist das einfache Ablesen der Verbrauchsdaten.

Die bisherigen Verfahren zum Ablesen analoger Zähler sind für die Versorger ein kostspieliger und arbeitsintensiver Prozess. Zudem sind nicht selten zusätzliche Personalressourcen vonnöten, weil Bewohner zu den Ablesezeitpunkten oft nicht zu Hause sind und Ableser mehrere Termine benötigen, um Zugang zum Zähler zu erhalten. Digitale Geräte sind dagegen fernablesbar und verfügen über einen elektronischen Chip, der alle paar Sekunden den aktuellen Stand funkt. Auf diese Weise können Angestellte des jeweiligen Versorgungsunternehmens den Zähler von außen im Vorbeifahren ablesen. Dies spart nicht nur Zeit, sondern auch beachtliche Kosten. Gleichzeitig wird der Komfort der Verbraucher gesteigert, da niemand mehr zwecks Zählerablesung zu Hause bleiben muss.

Strahlung unbedenklich

Und wie steht es mit der Gefahr von „Funkstrahlung“? Kritiker warnen vor möglichen Gesundheitsschäden, die durch funkende Smart Meter ausgelöst werden können. Hersteller und Techniker raten hier zur Gelassenheit. Laut Forschungsstand ist die Funkstrahlung der Geräte unbedenklich. Vielmehr liege ihre Feldstärke unter der von Mobilfunkgeräten.

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